Schnuppertraining

  abl
A+ A A-

2BL: Rumpftruppe verpasst Sensation

  • Veröffentlicht am Sonntag, 09. April 2017 19:46

Schade! Die Vienna D.C. Timberwolves müssen sich am Sonntag zum Auftakt des Viertelfinales der ZWEITEN Basketball Bundesliga bei den Mattersburg Rocks mit 67:73 geschlagen geben. Die Wölfe müssen gleich sechs Spieler vorgeben, darunter drei Starting-Five-Spieler und einen "Ersatz-Starter". Neben den Langzeit-Verletzten Vince Polakovic, Pezi Hofbauer, Ismail Chrigui und Paul Rotter fallen auch Philipp D'Angelo (ausgerenkter Finger) und Jakob Mayerl (Knieprobleme) aus.

- - - BILDER zum Spiel - - -

Somit rückt sogar der 16-jährige Marko Goranovic, der zu Beginn der Saison noch gar nicht im Kader stand, in die Rotation und spielt achteinhalb Minuten. Trotz dieser großen personellen Schwächung sind die Wölfe dem Sieg sehr nahe, führen noch im dritten Viertel mit 15 Punkten Vorsprung, geben das Spiel aber in den letzten fünf Minuten aus der Hand.

Tolle erste Hälfte

Die Wolves legen angeführt von den Routiniers Petar Cosic und David Geisler auf 11:4 vor und spielen befreit auf. Auch Marko Goranovic kann mit einem Hook-Shot anschreiben. Die Rocks verkürzen auf 17:18, ehe Max Pelz den Wölfen mit einem Dreier wieder Luft verschafft. Nach zehn Minuten führen die Gäste 21:19.

Das zweite Viertel verläuft zunächst ausgeglichen, ehe sich die Timberwolves mit Penetrations von Cosic und einigen Freiwürfe von Nemanja Nikolic absetzen können. Der 17-jährige David Rados behauptet sich gegen die Routiniers Ramiz Suljanovic und Corey Hallett hervorragend und stellt zum 45:33-Halbzeitstand.

Keine Punkte in den letzten fünf Minuten

Nach Seitenwechsel bauen die Wölfe die Führung dank Geisler und Rados auf 50:35 aus, Mattersburg schraubt die Intensität in der Defense erwartungsgemäß hoch und arbeitet sich angeführt von Ex-Wolf Benji Bernleithner auf 47:52 heran. Der Vorsprung schmilzt auf drei Zähler, aber Petar Cosic und David Rados mit einem Drei-Punkte-Spiel haben das letzte Wort - die Wolves gehen mit einer 60:52-Führung in den letzten Abschnitt.

Dort geht der Offensivfluss verloren, David Geisler sorgt mit sieben Zählern bis zur 35. Minute dennoch für einen 67:60-Stand aus Sicht der Donaustädter. In den letzten fünf Minuten verzetteln sich die Wölfe leider zu sehr in Einzelaktionen und Suljanovic stellt eine Minute vor Ende die erste Führung der Rocks seit der ersten Minute her. Nach einem Offensivrebound sorgt Hallett mit einem Dreier auf 71:67 für die Vorentscheidung, da bei den Wölfen auch die Freiwürfe nicht mehr fallen wollen.

Ärger überwiegt

Somit gehen die Rocks in der Best-of-three-Serie mit 1:0 in Führung. Spiel zwei steigt am Karfreitag um 19 Uhr in Wolves Dome, ein drittes Spiel würde am Ostermontag um 17 Uhr im Burgenland stattfinden.

"Eigentlich müssten wir nach so einer Leistung mit so vielen Ausfällen stolz sein, aber es überwiegt der Ärger über die verpasste Chance. Wir haben alles gegeben und waren lange die teilweise sogar klar bessere Mannschaft, haben aber am Ende zu wenig versucht, mit Team-Aktionen zum Erfolg zu kommen. Mattersburgs Rollenspieler wie Benji Bernleithner und Wolfgang Träger haben einige wichtige Würfe mit Ende der Shot-Clock getroffen, das hat am Ende den Unterschied ausgemacht. Wir haben gesehen, dass Mattersburg verwundbar ist, hoffen, dass wir bis Freitag ein bis zwei Spieler mehr zur Verfügung haben, und glauben weiter an das Weiterkommen", fasst Coach Hubert Schmidt zusammen.

- - - STATISTIK zum Spiel - - -

Sonntag, Mattersburg, 1. Viertelfinale:

Mattersburg Rocks - Vienna D.C. Timberwolves 73:67 (19:21, 33:45, 52:60)

Timberwolves: Geisler 17, Rados 15 (10 Rebounds), Cosic 14, Nikolic 13, Pelz 6, Goranovic 2, John, Senyurt; Laurencik, Werle, Ringhofer

Rocks: Hallett 16 (11 Assists), Suljanovic 13, Bernleithner 11, Träger 8, Nicoli 7, Gmeiner 6, Bakk 4, Mach 4, Czukor 2, Ulreich 2; Gludovatz, Reimann