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MU19-Wölfe sind österreichischer Meister!

  • Veröffentlicht am Montag, 29. Mai 2017 15:45

Das MU19-Team der Vienna D.C. Timberwolves gewinnt das ÖMS-Finale am Sonntag gegen Final-Four-Gastgeber Klosterneuburg mit 67:57 und ist österreichischer Meister! Die Wölfe liegen in der ersten Hälfte schon mit zwölf Punkten zurück, dominieren aber danach dank sensationeller Defense und entscheiden die zweiten 20 Minuten mit 38:20 für sich. Zum Final-Four-MVP wird Jonas John gewählt, der im Endspiel mit 23 Punkten und elf Rebounds glänzt.

- - - BILDER zum Spiel - - -

- - - Komplette SPIELVIDEOS vom Final Four - - - (Score im Finale vertauscht)

Schwacher Beginn

Die Wolves um die Kapitäne Andi Werle und Mark Laurencik legen auf 4:0 und 11:9 vor, sind aber oft einen Schritt zu langsam und die Dukes um Lacic, Bezhanishvili und Leydolf ziehen bis zum Viertelende auf 23:15 davon.

Im zweiten Abschnitt verteidigen die Wölfe schon etwas konsequenter, einzig Bezhanishvili (11 Punkte in diesem Viertel) macht mit seinen Penetrations Probleme. Offensiv kommen die Timberwolves weiterhin nicht richtig in Tritt, Dreipunkter von Andrew Schausz, Jonas John und Ismail Chrigui und einige Freiwürfe halten die Wiener aber nach zwischenzeitlichem 18:30- bzw. 21:33-Rückstand im Spiel. Mit 29:37 geht es in die Kabinen.

Großer Kampf nach Seitenwechsel

Nach Seitenwechsel beginnen die Wolves mit überragender Intensität, David Rados führt sein Team auf 35:37 heran. In der Folge bauen die Klosterneuburger die Differenz zwar noch zweimal auf fünf Zähler aus, aber die Wölfe um Ismail Chrigui und Gabriel Semerl verteidigen unglaublich und kämpfen die körperlich überlegenen Gegner trotz Foulproblemen von Rados auch am Rebound nieder (19:10 in diesem Viertel). Vorne ist es meist noch immer Stückwerk, doch mit Freiwürfen von Jonas John und Sam Ringhofer kommen die Donaustädter immer näher. In der 28. Minute gleicht der MVP schließlich mit einem Fast-Break-Dreier zum 46:46 aus und Ismail Chrigui besorgt kurz darauf die erste Führung seit der 4. Minute.

Im Schlussabschnitt scoren die Dukes zum 48:48, ehe die Wölfe hinten weiter Beton anrühren und durch Punkte von John, Rados und Ajdin Mujezin auf 56:48 stellen. Gerade als Klosterneuburg dabei ist, das Momentum zurückzugewinnen und auf 53:56 verkürzt, trifft Nikica Nikolic in der 36. Minute mit einem schwierigen Dreier den Big Shot des Spiels. Obwohl die Dukes minutenlang die Gunst der Pfiffe für sich beanspruchen können, lassen sich die Timberwolves nicht beirren. Die Gastgeber sind mit "Hero Ball" nicht erfolgreich und können nicht mehr näher als auf vier Zähler herankommen. Nikolic und John machen mit Freiwürfen schließlich alles klar.

Bemerkenswerter Titel

Nachdem die Wölfe unter Andi Schnedl bereits im Vorjahr "inoffiziell" das beste MU19-Team Österreichs stellten, aber nicht an der ÖMS teilnahmen, wandert der Titel nun auch offiziell in den 22. Wiener Bezirk zurück. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man die Ausfälle (Hofbauer, Rogat, Hörberg, Rotter, Dürschmied) und Abgänge (Ersek, Szkutta, 2x Schuecker) berücksichtigt.

Die Wolves treffen im Finale zwar nur 27 Prozent aus dem Feld, halten den Gegner aber nach der Pause auf einer Quote von 20 Prozent, gewinnen den Reboundkampf 55:42 (Second-Chance-Points 12:0!) und leisten sich in der zweiten Hälfte nur vier Ballverluste.

"Das war die kämpferisch unglaublichste Halbzeit eines Teams, das ich gecoacht habe! Wir haben offensiv unsere Stärken nicht wie gewohnt ausspielen können, aber die Burschen haben so viel Herz auf dem Parkett gelassen - da konnten wir am Ende nur gewinnen. Dieser Titel ist eine Bestätigung der Arbeit unseres gesamten Vereins und der Timberwolves Basketball Akademie. Ganz besonders freut es mich, dass ein über Jahre gewachsenes TEAM die Goldmedaille geholt hat. Ein großes Dankeschön an alle, die zu diesem Triumph beigetragen haben", meint Coach Hubert Schmidt.

Bronze sichern sich die Oberwart Gunners mit einem 93:87 gegen die WAT 3 Capricorns.

MU19-ÖMS-Finale, Sonntag, Klosterneuburg:

Basket Dukes Klosterneuburg - Vienna D.C. Timberwolves 57:67 (23:15, 37:29, 46:48)

Timberwolves: John 23 (11 Rebounds), Rados 12, Nikolic 7, Laurencik 6, Chrigui 5 (10 Rebounds), Schausz 5, Werle 4, Ringhofer 3, Mujezin 2, Semerl, Goranovic; Mazurika. Weiters in der Saison im Einsatz und somit Meister: Hofbauer, Rogat, Hörberg, Rotter, Dürschmied, Brkic, Appel, Brieber, Mohamed, Coaches Schmidt, Kaineder, Romfeld.

Klosterneuburg: Bezhanishvili 25, Lacic 14, Leydolf 8, Zdravkovic 5, Ju. Alper 3, König 2, Kolonovics, Girschik, Ja. Alper; Harambasic, Heilmann, Steinbach

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